Infrarotheizung vs. Konvektor: Welche Elektroheizung passt zu mir?
Infrarotheizungen und Konvektoren sind beide elektrische Zusatzheizungen – doch sie funktionieren völlig unterschiedlich. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede und hilft Ihnen, die richtige Wahl für Ihren Raum zu treffen.
Wie Infrarotheizung und Konvektor funktionieren
Der grundlegende Unterschied liegt in der Wärmeerzeugung: Eine Infrarotheizung gibt Strahlungswärme ab – ähnlich wie die Sonne. Die Strahlung breitet sich aus und erwärmt direkt Körper, Möbel und Wände, nicht primär die Luft. Ein Konvektor dagegen erwärmt zunächst die Luft, die dann zirkuliert und den Raum gleichmäßig wärmer macht.
Stellen Sie sich einen sonnigen Wintertag vor: Die Sonne scheint kalt vom Himmel, aber ihre Strahlung wärmt Sie, wenn Sie in der Sonne stehen – das ist das Prinzip der Infrarotheizung. Ein Konvektor funktioniert wie eine klassische Heizung – er wärmt von innen den Luftstrom, der sich im Raum verteilt.
Infrarotheizung: gezielte Strahlungswärme
Infrarotheizungen gibt es als Heizpaneele für die Wand- oder Deckenmontage sowie als tragbare Strahler. Sie sind schnell einsatzbereit, verursachen keine Luftzirkulation und eignen sich besonders, wenn Sie:
- nur einzelne Bereiche oder Räume gezielt heizen möchten
- eine schnelle, sofort spürbare Wärmequelle brauchen
- keinen Staub und keine Luftbewegung wünschen (Allergiker, Asthmatiker schätzen das)
- ein modernes, plateaus Design bevorzugen
Nachteil: Die Wärme konzentriert sich dort, wo die Strahlung hingeht. Wenn Sie den Raum gleichmäßig temperieren möchten, müssen Sie möglicherweise mehrere Geräte aufstellen.
Konvektor: gleichmäßige Raumwärmung
Konvektoren sind meist mobil und schnell einsatzbereit. Sie eignen sich für Räume, in denen Sie längere Zeit verbringen und gleichmäßige Wärme wünschen. Klassische Anwendungen:
- Durchgeheizte Wohnräume
- Büros und Arbeitszimmer
- Räume mit vielen Menschen gleichzeitig
- Situationen, in denen Luft zirkulieren darf
Ein hochwertiger Konvektor mit Thermostat und Timer reguliert die Temperatur automatisch. Nachteil: Die Luftzirkulation kann Staub aufwirbeln – für Allergiker nicht ideal.
Strombedarf und Kosten
Beide Systeme verbrauchen bei gleicher Leistung (etwa 2.000 Watt) exakt die gleiche Menge Strom. Eine Infrarotheizung mit 2.000 W und ein Konvektor mit 2.000 W kosten monatlich das Gleiche – etwa 60 €, wenn Sie sie täglich 8 Stunden bei 25 Cent pro Kilowattstunde betreiben.
Der Unterschied liegt allein in der Nutzung: Nutzen Sie die Infrarotheizung gezielt für zwei Stunden, während Sie am Schreibtisch arbeiten, sparen Sie Strom gegenüber einem Konvektor, der den ganzen Raum durchgehend wärmt. Umgekehrt ist der Konvektor günstiger, wenn Sie mehrere Personen gleichmäßig wärmen möchten.
Installation und Flexibilität
Beide Varianten sind steckerfertig erhältlich. Mobile Konvektoren stecken Sie einfach ein – Infrarotheizungen als Paneele benötigen je nach Modell eine Wandmontage. Für dauerhafte Festinstallationen mit Stromkreis sollten Sie einen Elektro-Fachbetrieb hinzuziehen. Welche Kategorie Sie interessiert, finden Sie in unserer Übersicht der Infrarotheizungen und Konvektoren.
Checkliste: Welche Heizart passt zu Ihnen?
Nutzen Sie diese Orientierungshilfe, um die richtige Wahl zu treffen:
- Infrarotheizung ist die Lösung, wenn: Sie gezielt einzelne Bereiche heizen, schnelle Wärmezufuhr bevorzugen, lange Aufenthalte sind eher kurz, Staub ein Problem ist.
- Konvektor ist die Lösung, wenn: Sie den ganzen Raum gleichmäßig wärmen, mehrere Personen gleichzeitig anwesend sind, Sie längere Zeit im Raum verbringen, Sie ein modernes, einfaches Bedienkonzept suchen.