Thermostat für Elektroheizung: Arten und Stromersparnis
Ein Thermostat ist das effektivste Mittel, um Elektroheizungen wirtschaftlicher zu betreiben. Dieser Ratgeber erklärt, welche Arten es gibt und wie Sie die richtige Wahl treffen.
Ersparnis
20–30 %
durchschn. Stromkosten
Steckdosen-Thermostat
Einstiegsklasse
einfach nachrüstbar
Smarter Regler
Premiumklasse
App-Steuerung möglich
Warum ist ein Thermostat nötig?
Viele Elektroheizungen laufen auf Knopfdruck ohne automatische Temperaturregelung. Das heißt: Die Heizung läuft auf Vollleistung, bis Sie sie manuell ausschalten. Wenn Sie vergessen abzuschalten oder eine konstante Wärme wünschen, geht unnötig Energie verloren.
Ein Thermostat misst die aktuelle Raumtemperatur und schaltet die Heizung automatisch aus, sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist. Fällt die Temperatur wieder ab, schaltet es wieder ein. Das nennt man Hysterese-Regelung, und sie spart deutlich Strom.
Thermostat-Typen: Mechanisch bis Smart
Mechanisches Raumthermostat: Preisniveau: Einstiegsklasse. Ein einfaches Drehrad bestimmt die gewünschte Temperatur (z.B. 18–22°C). Der Thermostat misst passiv über eine Bimetallstreifen oder ähnlich. Genauigkeit ca. ±1°C. Ideal für einfache Zusatzheizungen ohne viel Schnickschnack.
Digitales Thermostat mit Timer: Preisniveau: Mittelklasse. Display zeigt aktuelle Temperatur, Drehrad oder Tasten zum Einstellen. Viele haben Wochenplaner – Sie können festlegen, wann die Heizung an- und ausschalten soll (z.B. Heizung nur Mo–Fr 6–9 Uhr und 17–22 Uhr). Genauigkeit ±0,5°C.
Steckdosen-Thermostat (extern): Preisniveau: Einstiegsklasse. Sie stecken die Heizung zwischen Stecker und Steckdose ein. Das Thermostat misst die Raumtemperatur, schaltet den Stromfluss. Super praktisch für ältere Heizungen, die kein eingebautes Thermostat haben. Nachteil: sperrig, nimmt Platz weg.
Smartes WLAN-Thermostat: Preisniveau: Premiumklasse. Mit App-Steuerung, GPS-Geolocation (Heizung startet, wenn Sie nach Hause fahren), Fernbedienung von überall. Höchste Genauigkeit (±0,1°C). Ideal für Heimbüro oder flexible Arbeitstage. Braucht aber stabiles WLAN und etwas technische Affinität.
Installation: DIY oder Fachbetrieb?
Steckdosen-Thermostate sind sofort einsatzbereit – Sie stecken sie zwischen Stecker und Steckdose ein, fertig. Keine Installation nötig.
Eingebaute oder digitale Raumthermostate sind etwas komplexer: Sie brauchen Stromleitungen zur Heizung und müssen eventuell angepasst werden. Für mobile Geräte (Konvektoren, Heizlüfter) sind sie oft schon integriert. Für fest installierte Heizungen sollten Sie einen Elektro-Fachbetrieb konsultieren.
Temperatureinstellung: Wieviel Grad sind sinnvoll?
- Wohnzimmer: 20–22°C – angenehm für längeren Aufenthalt
- Schlafzimmer: 16–18°C – kühler fördert Schlaf, spart auch Strom
- Badezimmer: 22–24°C – zur Morgentoilette, danach absenken
- Home Office: 20–21°C – konzentriert arbeiten
- Garage, Keller, Gartenhaus: 12–15°C – nur zum Enteisen oder bei Arbeit
Faustregel: Jedes Grad Temperaturerhöhung kostet ca. 6 Prozent mehr Heizenergie. Sensible Temperaturwahl spart deutlich.
Thermostat-Kombination mit Timer und Automatik
Die beste Kombination für maximale Effizienz: Thermostat mit Wochenplaner (Zeitschaltuhr). Sie stellen fest, wann die Heizung aktiv sein darf:
- Montag–Freitag: 6:00–9:00 Uhr und 17:00–22:00 Uhr
- Samstag–Sonntag: 8:00–23:00 Uhr
- Nachts und tagsüber wenn nicht zuhause: aus
So läuft die Heizung nur, wenn Sie sie brauchen. Kombiniert mit der richtigen Temperatureinstellung sparen Sie 30–40 Prozent Strom.
Checkliste zur Auswahl
- Welcher Heizungstyp? (Mobil, fest installiert, Infrarot?)
- Wie viel Strom will ich sparen? (20–30 % erreichbar, mit Automation bis 40%)
- Budget? (Einstiegs- bis Premiumklasse möglich)
- Bedarf nach Smart-Features oder genügt mechanisch?
- Nachrüstung oder Integration beim Neukauf?
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